Chronik

Unser Kindergarten wurde 1952 als Werkskindergarten der Rheinstahl Eisenwerke Gelsenkirchen AG (Schalker Verein) gebaut. Er galt als der modernste Kindergarten seiner Zeit und wurde damals als Märchenwelt der Kinder gestaltet.  Zu seinen Besonderheiten zählte das große Außengelände, eine Deckenheizung ,ein Boden aus Hartgummi und Schiebewände, durch die aus drei Gruppenräumen ein großer Saal wurde.

Anfang des Jahres 1958 traten die Eisenwerke an die Kirchengemeinde mit dem Angebot der pachtweisen Überlassung des Kindergartens heran. Die weiteren Gespräche ergaben schnell, dass aus dem Pachtvertrag ein Verkaufsangebot wurde. Möglich war dieser Kauf nur dadurch, dass an den gesamten Verhandlungen der Gesamtverband der evangelischen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Gelsenkirchen beteiligt war. Diese Solidargemeinschaft war es schließlich, die den Kauf finanziell überhaupt möglich machte.  Am 15.04.1959 wurde der notarielle Kaufvertrag abgeschlossen.  Am 01.05.1959 wurde der evangelische Kindergarten offiziell eröffnet, 100 Kinder konnten aufgenommen werden und wurden von vier Erzieherinnen betreut. Der Elternbeitrag belief sich auf 6 Euro.

Im Laufe der Jahre änderte sich immer wieder die personelle Besetzung. So heißt es in unserer Gemeindechronik schon für das Jahr 1959:
„Die räumliche Aufteilung des Kindergartens in drei Gruppenräume, Gymnastikraum, Küche, Büro, Waschraum und Toiletten sowie die große Spiel- und Rasenfläche bieten die besten Voraussetzungen für eine gute Kindergartenarbeit .Darum wurde die Übernahme des Kindergartens für 130.000 DM von allen Gemeindegliedern begrüßt. Es blieb jedoch aufgrund der finanziellen Lage des Kirchenkreises nicht aus, dass die ursprüngliche Besetzung mit zwei Kindergärtnerinnen und zwei Kinderpflegerinnen und einer Putzfrau verändert werden musste. Das Presbyterium sah sich daher genötigt zum 30.06.1960 eine Kindergärtnerinnenstelle in eine Kinderpflegerinnenstelle umzuwandeln.“

Im Laufe der Jahre zeigten sich immer mehr bauliche Mängel. 1979 entschied das Presbyterium daher grundlegende bauliche Maßnahmen zur Substanzerhaltung. Damit verbunden war eine umfassende Renovierung. Fenster, Decken und unwirtschaftliche Heizungen wurden erneuert. Die Bauarbeiten begannen im Juni 1979.  Am 30.Juli stellte sich dann der „neue Kindergarten“ mit einem „Tag der offenen Tür“ vor.